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Burnout-Prävention

Unter dem Burnout- Syndrom versteht man den Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung sowie verringerter Leistungsfähigkeit. Der englische Begriff „burn-out“ bedeutet übersetzt so viel wie „ausbrennen“: Betroffene fühlen sich erschöpft, ausgebrannt und gestresst. Beim Burnout begünstigen Umstände wie Stress, Zeitdruck und Überforderung am Arbeitsplatz den Ausbruch der Erkrankung. Des Weiteren scheint ein entscheidender Faktor die Beziehung des Burnout-Betroffenen zu sich selbst und seiner Umgebung zu sein. Davon ausgehend sind ein klares Selbstbild, Rückzugsmöglichkeiten und bestimmte Arbeitstechniken wichtig, um nicht auszubrennen. Im Folgenden finden Sie 5 Tipps, die Ihnen bei der Burnout Prävention helfen können.

 

Tipp 1: Bleiben Sie in Bewegung

Wer im Alltag viel sitzt, braucht dafür einen Ausgleich. Für den Anfang reichen zwei bis drei Mal eine halbe Stunde Bewegung pro Woche aus. Dabei kann jeder selbst entscheiden welche Form der Bewegung gewählt wird. Sie können zum Beispiel einen Spaziergang machen, Joggen oder Schwimmen. Wichtig ist, dass hierbei auf Leistungsvorhaben verzichtet wird. Darüber hinaus können Sie gelegentlich auf das Auto sowie öffentliche Verkehrsmittel verzichten und tägliche Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen.

 

Tipp 2: Schaffen Sie sich Minuten zum Entspannen

Nehmen Sie sich jeden Tag 10–15 Minuten, um zu entspannen. Hören Sie Musik, genießen Sie das Wetter oder nutzen Sie die Zeit für ein Entspannungsbad. Um kurzfristig zu entspannen, können bereits ganz einfache Methoden helfen: Atmen Sie tief durch und strecken Sie sich. Führen Sie dies etwa ein bis zwei Minuten durch. Lenken Sie Ihre Gedanken vom Stressauslöser weg und denken Sie an etwas Neutrales bzw. Schönes, z.B. an Ihren nächsten Urlaub. Sprechen Sie sich selbst Mut zu: „Ich kann das.“, „Das schaffe ich.“, etc. Außerdem können Sie auch spezielle Techniken zum Entspannen lernen, wie zum Beispiel autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga sowie Meditation.

 

Tipp 3: Schlafen Sie ausreichend

Um tagsüber belastbar sein zu können, brauchen Sie genügend Schlaf. Nehmen Sie sich nachts eine halbe bis ganze Stunde mehr Schlaf, als sie sonst in Ihrem Tagesablauf einplanen. Selbst wenn Sie der Meinung sind genügend Schlaf zu bekommen, probieren Sie es für ein paar Wochen aus, damit der Körper sich an den neuen Schlafrhythmus gewöhnen kann. Verzichten Sie vor dem Zubettgehen auf Actionfilme und Krimis. Stattdessen können Sie ein Buch lesen. Auch ein kleiner Abendspaziergang vor dem Zubettgehen kann beim Einschlafen helfen. Alkohol sowie schweres Essen am Abend verringern die Schlafqualität und sollten vermieden werden. Legen Sie Ihre Essenszeiten etwas vor um einen spürbaren Effekt zu erzielen. Tagsüber können Sie ein Power-Schläfchen machen. Denn schon 10–20 Minuten Entspannung auf dem Sofa oder auf einem bequemen Stuhl, helfen dem Körper beim Runterkommen.

 

Tipp 4: Ernähren Sie sich bewusst

Gestalten Sie Ihre Ernährung bewusster. Wichtige Vitamine und Nährstoffe sowie die Art der Nahrungsaufnahme spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Nehmen Sie sich Zeit für die Mahlzeit und kauen Sie langsam und gründlich beim Essen. Das setzt Enzyme frei, die eine gute Verdauung einleiten und Serotonin im Gehirn absondern. Setzen Sie sich zum Essen bewusst hin und verzichten Sie auf ungesunde Zwischensnacks.

 

Tipp 5: Nein sagen lernen

Lernen Sie, sowohl im Beruf als auch im Freundes- oder Familienkreis Nein zu sagen, anstatt sich für andere aufzuopfern. Wer keine Grenzen ziehen kann, zahlt möglicherweise einen hohen Preis. Unzufriedenheit und das Gefühl, dass alle anderen mehr über die eigene Energie und Zeit verfügen als man selbst, können in Depressionen oder Burnout münden. Nein sagen können ist also extrem wichtig für unseren Selbstschutz.

 

Quellen

Therapie.de-Team (2017): Vorbeugung und Prävention. URL: https://www.therapie.de/psyche/info/index/diagnose/burnout/burnout-vorbeugung-und-behandlung/ (Zugriff am 04.05.2018).

Geraldine Nagel (2017): Burnout-Syndrom. URL: https://www.onmeda.de/krankheiten/burnout_syndrom.html (Zugriff am 04.05.18).

Das Burnout Syndrom: Gesunde Ernährung zur Prävention von Burnout. URL: https://www.das-burnout-syndrom.de/praevention/gesunde-ernaehrung/ (Zugriff am 04.05.18).

 

Autor: Johanna Hummel

Veröffentlichung: 16.05.2018