Gesundheitsportal Flensburg

Wissenwertes

Digitale Gesundheitsförderung und -prävention

Im Zeitalter der Digitalisierung entwickeln sich auch zur Förderung unserer Gesundheit und zur Prävention zunehmend Angebote im Internet oder durch Apps. Dass sich auf dem Gesundheitsmarkt viel Geld verdienen lässt, haben auch schon große Technologieunternehmen, so zum Beispiel auch Apple, erkannt und entwickeln vermehrt digitale Lösungen zum Erhalt oder zur Verbesserung der eigenen Gesundheit.

Vorreiter beim Thema digitale Gesundheitsförderung und Prävention sind dabei GesundheitsApps. Im Google Play Store standen laut Statista im Jahr 2016 1,3 Millionen Apps rund ums Thema Gesundheit bereit zum Download, im iTunes Store rund 1,2 Millionen. Dass mittlerweile fast jeder zweite deutsche Smartphone-Besitzer dieses Angebot nutzt, zeigen Umfragen. Am beliebtesten sind dabei Apps, die Körper- und Vitaldaten überwachen, so zum Beispiel die Schrittzahl, Herzfrequenz oder den Blutdruck. Alles zum Thema „Hypertonie und die Verlaufskontrolle per App“ finden Sie in einem weiteren unserer Fachartikel. Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung Ihrer Gesundheit bieten Apps, welche über Fitness, Ernährung, Gewichtskontrolle und den allgemeinen Gesundheitsstatus informieren. Aber auch Apps, die an die Einnahme von Medikamenten oder wichtige Impfungen erinnern, sind auf dem Gesundheitsmarkt auf dem Vormarsch. Aufgrund der Fülle des Angebots in iTunes und Google Play Store sollte vor dem Download unbedingt auf einen seriösen Anbieter und auf Rezensionen der Apps geachtet werden, um sicherzugehen, dass Sie keine Malware herunterladen. Smartphone-Hersteller Apple hat zum Beispiel auf dem iPhone eine Gesundheit-App vorinstalliert, mit welcher bereits etliche Funktionen abgedeckt werden.

Ob Gesundheits-Apps Sie tatsächlich dabei unterstützen können, Ihre Gesundheit zu verbessern, hängt auch von der persönlichen Zielsetzung ab. Es bleibt zu vermerken, dass Ratschläge, Hinweise und weitere Inhalte der Apps den professionellen Arztbesuch nicht ersetzen können und sollen. Die digital gesammelten Daten können jedoch optimal genutzt werden, wenn diese mit behandelnden Ärzten ausgetauscht werden, damit eine individuellere Patientenversorgung ermöglicht werden kann.

Das Internet selbst bietet ebenfalls die Möglichkeit, sich über den eigenen Gesundheitsstatus zu informieren. Websites zu Fitness- und Ernährungsthemen sind hier nur beispielhaft zu nennen. Bei der Recherche im Netz sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die dargestellten Informationen aktuell, verständlich sind und aus einer verlässlichen sowie vertrauenswürdigen Quelle stammen. Als Anhaltspunkt dienen hierfür sogenannte Qualitätssiegel und Zertifikate, welche hochwertige und inhaltlich korrekte Websites kennzeichnen. Die erwähnten Siegel und Zertifikate werden zum Beispiel vergeben von der „Health on the Net Foundation“ (HON) und dem „Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem“ (afgis). Die Kennzeichnung einer zertifizierten Website finden Sie meist schon auf der Startseite oder wenn Sie auf der Website ganz nach unten scrollen.

Angebote zur digitalen Gesundheitsförderung und -prävention finden sich häufig auch bei der eigenen Krankenkasse. Einige der Angebote werden an dieser Stelle beispielhaft vorgestellt ohne dass damit eine Bewertung der Anwendungen einhergehen soll. Die Techniker Krankenkasse bietet Versicherten der eigenen sowie von anderen Krankenkassen die Anwendung „TK-GesundheitsCoach“ an. Dabei handelt es sich um ein interaktives OnlineCoaching, durch welches selbstgesteckte Ziele zur Ernährungsoptimierung, zum Fitnessaufbau und zur Vorbeugung von Stress erreicht werden sollen. Andere Krankenkassen, so zum Beispiel die Barmer, bietet Online-Kurse zu verschiedenen Themenbereichen an. Anwendungen zur Unterstützung der Rückengesundheit, Online-Training für die psychische Gesundheit und zur gesunden Ernährung sowie zur Rauchentwöhnung bilden dabei nur einen kleinen Teil der Angebotsvielfalt. Die AOK bietet online Gruppenseminare an, die vor allem der persönlichen Motivation dienen und die Funktionen des Sehens, Hörens und Sprechens zu einem Live-Dialog verbinden. Um individuell für Sie passende Angebote zu finden, stehen Ihnen der Kundenservice oder die Website Ihrer Krankenkasse zur Verfügung.

 

Quellen

Bitkom. Julia Hagen, 05.05.2017: „Fast jeder Zweite nutzt Gesundheits-Apps“. www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Fast-jeder-Zweite-nutzt-Gesundheits-Apps.html, Zugriff am 29. Dezember 2017.

Patienten-Information. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, 19.10.2017, „Gesundheitsthemen im Internet“. www.patienten-information.de/kurzinformationen/gesundheit-allgemein/gesundheitsthemen-im-internet, Zugriff am 29. Dezember 2017.

Techniker Krankenkasse. „TK-GesundheitsCoach“. www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/praevention-und-frueherkennung/tk-gesundheitscoach-2023460, Zugriff am 29. Dezember 2017.

Barmer. Online-Kurse: Jederzeit online aktiv. www.barmer.de/gesundheitscampus/kurse/online-kurse, Zugriff am 29. Dezember 2017.

AOK-Liveonline Coaching. www.liveonlinecoaching.com, Zugriff am 29. Dezember 2017.

 

Autor: Valerie Lorenzen

Veröffentlichung: 03.01.2017