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Wissenwertes

Disease-Management-Programme (DMP)

„Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen basierend auf den Erkenntnissen der evidenzbasierten Medizin.“
(KBV, 2016)

Ziel dieser Behandlungsprogramme ist es, den Behandlungsablauf und die Qualität der Versorgung für die Patienten zu verbessern. Durch eine strukturierte und kontinuierliche medizinische Behandlung sollen Folgeschäden vermieden und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.

Die Teilnahme an Disease-Management-Programmen ist für Patienten freiwillig und kostenlos. Voraussetzung ist eine gesicherte Diagnose des behandelnden Arztes und die aktive Teilnahme des Patienten am Programm.

 

Bis jetzt werden für folgende chronischen Krankheiten Disease-Management-Programme angeboten:

  • Diabetes mellitus Typ1

  • Diabetes mellitus Typ 2

  • Brustkrebs

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)

  • Modul Herzinsuffizienz zum DMP KHK

  • Asthma bronchiale

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

 

Behandlung innerhalb eines Disease-Management-Programmes

Nach Gesprächen, Untersuchungen und der Diagnose erstellt der Arzt auf Grundlage von DMP-Vorgaben einen individuellen Therapieplan. Dieser umfasst unter anderem die medikamentöse Behandlung und andere therapeutische Maßnahmen, Schulungstermine und regelmäßige Kontrolluntersuchungen, zum Teil auch in anderen Praxen oder Kliniken.

Die einzelnen Behandlungsschritte, Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse werden dokumentiert. Dies soll allen an der Therapie Beteiligten die Möglichkeit geben, einzelne Entscheidungen und Maßnahmen nachzuvollziehen und bei der weiteren Behandlung zu berücksichtigen.

 

Vorteile

  • Alle beteiligten Therapeuten und Betreuer, ob ambulant oder stationär, sind dazu angehalten, ihre Maßnahmen untereinander abzustimmen.

  • Die an einem DMP beteiligten Ärztinnen und Arzte sind genau über den Verlauf der Therapie informiert und können sich an den vereinbarten regelmäßigen Terminen besser auf jemanden einstellen, als dies in einer normalen Sprechstunde möglich wäre.

  • Spezielle Schulungen können es chronisch kranken Menschen erleichtern, ihre Behandlung gut informiert und aktiv mitzubestimmen und Wege zu finden, so gut wie möglich mit ihrer Erkrankung zu leben.

  • Manche Menschen empfinden einen strukturierten Behandlungsplan auch deshalb als hilfreich, weil er ihnen einige praktische Mühen im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung abnimmt: Zum Beispiel müssen sie nicht mehr selbst nach geeigneten Fachärzten oder Kliniken suchen, wenn sie dies nicht wollen.

 

Sie möchten an einem Disease-Management-Programm teilnehmen?
Sprechen Sie Ihren Hausarzt an!

 

Eine Liste der teilnehmenden Ärzte in Schleswig-Holstein finden Sie hier:

(Stand: 16.04.2017)  

 

Weitere Informationen finden Sie auch unter: 

https://www.kvsh.de/index.php?StoryID=28
oder http://www.kbv.de/html/dmp.php